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Zu den Süddeutschen Tüchern werden Sachsentücher
und Nürnberger Tücher
gezählt.
Die Nürnberger Tücher
sind sehr frühe Tücher, sehen auf der Rückseite
fast genauso aus wie auf der Vorderseite aufgrund des verwendeten
'mehrarmigen' Kreuzstiches. Sie sind häufig nach mehreren
Seiten orientiert, haben eine Mitte mit einem Wappen oder
Monogramm und sind meistens mit Hohlsaum- und Festonstichen
eingefasst. Die Wappen geben Aufschluss über die Familie
der Stickerin. Viele Nürnberger Mustertücher haben
Motive wie Blütenstände, Vasen und Alphabete ohne
Verzierung. Typisch sind Flächendekore, mit Mustern gefüllte
quadratische oder rechteckige Flächen innerhalb des Mustertuches,
viele verschiedene Sticharten sowie eine reiche Farbpalette.
Von Sachsentüchern
spricht man, wenn die Tücher lang und schmal sind, aus
feinem Leinen bestehen, die Rückseite wie die Vorderseite
durch den doppelseitigen Kreuzstich gleich aussehen und eine
Unterteilung in Borten, Alphabete und Bilder aufweisen. Nur
wenn Motive einer Gegend gehäuft vorkommen, kann eine
genauere Bestimmung der Herkunft vorgenommen werden.
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