Werkstatt für Historische Stickmuster
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Ute Scheer und
Dorothee Kandzi
Stickvorlagen für Nürnberger Tücher und Sachsentücher

 

EMM 1797

 

 

MMH 1707

 

Details, Erläuterungen und Preise zu den Tüchern finden Sie über die Links auf den einzelnen Bildern.

 

HAG 1683

 

EMAB 1695

MRT 1743

ISL 1729

CCB 1743
     
     

 

Zu den Süddeutschen Tüchern werden Sachsentücher und Nürnberger Tücher gezählt.

Die Nürnberger Tücher sind sehr frühe Tücher, sehen auf der Rückseite fast genauso aus wie auf der Vorderseite aufgrund des verwendeten 'mehrarmigen' Kreuzstiches. Sie sind häufig nach mehreren Seiten orientiert, haben eine Mitte mit einem Wappen oder Monogramm und sind meistens mit Hohlsaum- und Festonstichen eingefasst. Die Wappen geben Aufschluss über die Familie der Stickerin. Viele Nürnberger Mustertücher haben Motive wie Blütenstände, Vasen und Alphabete ohne Verzierung. Typisch sind Flächendekore, mit Mustern gefüllte quadratische oder rechteckige Flächen innerhalb des Mustertuches, viele verschiedene Sticharten sowie eine reiche Farbpalette.

Von Sachsentüchern spricht man, wenn die Tücher lang und schmal sind, aus feinem Leinen bestehen, die Rückseite wie die Vorderseite durch den doppelseitigen Kreuzstich gleich aussehen und eine Unterteilung in Borten, Alphabete und Bilder aufweisen. Nur wenn Motive einer Gegend gehäuft vorkommen, kann eine genauere Bestimmung der Herkunft vorgenommen werden.

 © Ute Scheer 2006 | 2012