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Ein altes schwedisches Mustertuch, wahrscheinlich aus dem
19. Jh. liegt diesem Entwurf zugrunde. Auffallend ist, dass
die Stickerin eigentlich nur eine Sammlung der Buchstaben
M, C, E und B erstellt hat, also nur der Buchstaben, die sie
auf Grund der Familiennamen zum Zeichnen der Wäsche auch
wirklich brauchte. Da die Buchstaben zum Teil sehr aufwendig
und luxuriös wirken, stammt ein Tuch wie dieses wohl
eher aus städtischem als aus bäuerlichem Umfeld.
Es enthält keine Jahreszahl und neben den Buchstaben
nur eine kleine Borte und eine Verzierung für Ränder
von Textilien, die auch noch etwas unverbunden zum Rest des
Tuches wirkt, und wohl dazu diente, den vorhandenen Platz
zu füllen.
**) Dorothee Kandzi hat sich besondere Mühe gemacht
herauszufinden, mit welchen Materialien,
Stoffen und Garnen, heute gefertigte Stickarbeiten
den historischen Mustertüchern am nächsten kommen.
Einige der Tücher sind auf 200 Jahre altem Leinen gestickt.
Dazu bedarf es allerdings einiger Geduld und Übung, da
dieses Leinen nicht so gleichmäßig gewebt ist,
wie das industriell hergestellte Leinen, das heute üblich
ist. Die Firma Permin of Copenhagen bietet ein 16-fädiges
Leinen an, das sowohl in der Feinheit der Struktur
als auch in der Farbe dem alten Leinen sehr nahe kommt und
dennoch sehr komfortabel zu besticken ist. Die alten Stickmustertücher
sind fast immer mit Seide auf einem feinen Leinengrund gestickt.
Die Firma Au vers à Soie bietet feinstes und qualitativ
äußerst hochwertiges Seidengarn
in über 400 Farbnuancen an, was es der Stickerin erlaubt,
die warmen und zarten Farben und feinen Schattierungen der
alten Stickmustertücher wieder aufleben zu lassen.
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