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Man orientierte sich am Formenschatz der Antike. Dieser
Formenschatz ist geprägt vom strengen Symmetriedenken und dem
Willen zur Stilisierung, die Muster sind dementsprechend flächig
und wenig naturalistisch. Das Ornament als solches ist wichtig.
(Vgl. in diesem Zusammenhang auch Brunner-Littmann/Hahn, Motiv und
Ornament, Chur 1988, S. 18)
Dieses Stickmustertuch weist eine Sammlung von Renaissancemustern
auf. Typisch ist die gradlinige geometrische Form der Muster, die
eingeschränkte Farbwahl und die scheinbar willkürliche
Streuung der Muster über das Tuch. Zentral in diesem Tuch sind
die beiden Darstellungen des Pelikans, der seine Jungen mit seinem
eigenen Blut nährt, ein Hinweis auf Christus, der sein Blut
für die Menschen vergossen hat.
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