Werkstatt für Historische Stickmuster
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Ute Scheer und
Dorothee Kandzi
Stickvorlagen nach historischen Motiven

 


Renaissancetuch

 

Preis Vorlage: 21,50 Euro

Kreuze: 200/464
Größe der Stickerei auf 16er Leinen: 25 cm x 58 cm

Stiche:

- Kreuzstich
- Steppstich

Packung

- Leinen: Permin weiß, 16-fädig
  45 x 80 cm
- 12 Seidendöckchen *)
- 2 28er Nadeln
- Anleitung

71,50 Euro

 *) Farbabweichung       zwischen Abbildung 
      und Originalmaterial
      möglich

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Stickmustertücher treten im 16. Jahrhundert, im Zeitalter der Renaissance, zum ersten Mal in nennenswerter Anzahl auf. Ihre Entstehung ist unklar. Deutlich wird, dass Stickmustertücher in den meisten europäischen Ländern gleichzeitig aufkommen. Anscheinend entsprang der Drang zum Sammeln von Alphabeten, Mustern und Motiven einem tiefen Zeitbedürfnis.

Besonderes Augenmerk kam in der Renaissance der Mode zu, die in jener Zeit eine Vorliebe für bestickte Leinenhemden für Männer wie für Frauen entwickelte, und zwar in einem Reichtum an Stickerei, wie sie nie wieder in der Kostümgeschichte zu finden ist.

Man orientierte sich am Formenschatz der Antike. Dieser Formenschatz ist geprägt vom strengen Symmetriedenken und dem Willen zur Stilisierung, die Muster sind dementsprechend flächig und wenig naturalistisch. Das Ornament als solches ist wichtig. (Vgl. in diesem Zusammenhang auch Brunner-Littmann/Hahn, Motiv und Ornament, Chur 1988, S. 18)

Dieses Stickmustertuch weist eine Sammlung von Renaissancemustern auf. Typisch ist die gradlinige geometrische Form der Muster, die eingeschränkte Farbwahl und die scheinbar willkürliche Streuung der Muster über das Tuch. Zentral in diesem Tuch sind die beiden Darstellungen des Pelikans, der seine Jungen mit seinem eigenen Blut nährt, ein Hinweis auf Christus, der sein Blut für die Menschen vergossen hat.

 

 

 

 

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 © Ute Scheer 2007