Werkstatt für Historische Stickmuster
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Ute Scheer und
Dorothee Kandzi
Stickvorlagen nach historischen Motiven

 

Gestickte Spitzen Nr. 1

 

Preis jeweils:
Vorlage: 12,00 Euro
Packung: 28,50 Euro

 

Inhalt der Packung:

- Leinen: ungebleicht, 16-fädig
- Seidengarn
  Soie d'Alger - Au ver à soie *)
- Nadel
- Anleitung

Kreuze: jeweils 143 x 143
Größe: ca. 18 x 18 cm (16er Leinen)


Nr. 1

schwarz auf
ungebleichtem Leinen

Gestickte Spitzen Nr. 2


Nr. 2

anthrazit auf
ungebleichtem Leinen

Gestickte Spitzen Nr. 3


Nr. 3

goldbraun auf
ungebleichtem Leinen

*)  Farbabweichung zwischen Abbildung
        und Originalmaterial möglich

Preis bei Abnahme aller 3 Motive:
Vorlagen: 30,00 Euro statt 36,00 Euro
Packung: 80,00 Euro statt 85,50 Euro

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Als Spitze bezeichnet man durchbrochenes Gewebe. Echte Spitzen sind nur die, bei denen das Muster mit Füllungen und Aussparungen selbst das Gewebe bildet im Gegensatz zu spitzenähnlichen Stickereien. Handgearbeitete Spitzen sind Klöppelspitze und Nadelspitze. Beide kamen im 16. Jahrhundert in Oberitalien auf und verbreiteten sich rasch in ganz Europa. Neben Oberitalien entstanden im 17. Jahrhundert wichtige Zentren in Frankreich, im 18. und 19. Jahrhundert war Flandern mit den Städten Brüssel und Brügge führend in der Spitzenherstellung. Verarbeitet wurde zunächst nur Leinen, später auch Seide, seit dem 19. Jahrhundert dann vermehrt Baumwolle. Die Spitze des 16. Jahrhunderts hat immer ein großflächiges Muster mit großen Aussparungen und wenigen Stegen, im 17. Jahrhundert wurde kleinteiliges Rankenwerk mit vielen Stegen beliebt, in Frankreich erhalten diese Stege einen eigenen ornamentalen Wert, was zur Ausbildung des so genannten Grundnetzes führt, das die Muster miteinander verbindet. Die Entwicklung endet in der Erfindung der Tüllmaschine (1809), sie stellt eine Art Grundnetz her, auf das die Ornamente aufgenäht wurden (Applikationsspitze); später kamen Maschinen hinzu, die Muster und Grundnetze herstellten (Maschinenspitze). Damit wurde die Spitze erschwinglich, allerdings ging die handwerkliche Tradition der Nadelspitze nahezu ganz verloren, die Klöppelspitze blieb in einigen Gegenden als Volkskunst erhalten. (vl. Meyers großes Taschenlexikon; Stichwort: Spitze)

Man hat immer versucht mit einfacheren Techniken die Wirkung der echten Spitze nachzuahmen, da diese schwierig herzustellen war und entsprechend teuer war. Durch die Kombination von Kreuzstichen mit Steppstichen bekommt man eine spitzenähnliche Wirkung auf Unterstoffen, ohne dass man mit komplizierten Durchbrüchen arbeiten muss.

 

 

Sie können die Vorlagen und Packungen hier bestellen, ich leite die Bestellung an Dorothee Kandzi weiter.

 © Ute Scheer 2008