Werkstatt für Historische Stickmuster
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Ute Scheer und
Dorothee Kandzi
Verschiedene Borten - Stickvorlagen nach historischen Motiven

 

 

Barocke Borten

Das Tuch ist überwiegend im Kreuzstich gestickt, hinzu kommen einige Holbeinstiche, die die Borten, die den Blickfang der Tuches bilden, besonders filigran erscheinen lassen. Solche Borten auf Mustertüchern dienten immer wieder zum Absticken, mit ihnen wurden vorwiegend Hals- und Schulterpartien sowie Manschetten von Frauen- und Männerkleidung bestickt. Diese Stickereien wurden entweder im Kreuzstich oder aber im Holbeinstich ausgeführt. Oft wurden beide Stiche kombiniert. Der Holbeinstich ist ein einfacher Linienstich, der seinen Namen dem Maler Hans Holbein verdankt, der auf seinen Gemälden immer wieder Personen mit reich bestickter Kleidung abgebildet hat. Herausragendes Beispiel ist die Altartafel der so genannten "Darmstädter Madonna". Dort ist die Familie des Baseler Bürgermeisters Jakob Meyer zum Hasen abgebildet. Jakob Meyers Tochter Anna ist mit Brautkrone und einem wunderbar bestickten Kleid zu sehen. Das Gemälde ist so genau und so filigran gemalt, dass die einzelnen Stickstiche deutlich hervortreten. Heute geben uns diese Gemälde Auskunft über die Mode der Zeit und eben auch über die Verwendung der vielen wunderbaren Borten und Verzierungen, die wir auf alten Mustertüchern finden.

 

 

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Alpenländische Borten

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Schweizer Borten

Vor allem in der Schweiz, in Österreich und in Süddeutschland wurden üppige, große, oft flächig angelegte Borten gestickt, die nicht nur zur Verzierung der Kleidung gedacht waren, sondern auch jegliche Alltagswäsche wie Tischdecken verschönerten.
Die kleine Borte, die das erste Alphabet umschließt, ist aus dem Grazer Raum. Auch die großen Borten unterhalb der Alphabete stammen aus Österreich. Die Besonderheit dieses Tuches machen die Lebensbäume aus, von denen zwei verschiedene auf diesem Tuch zu finden sind. "Der Baum ist eines der ältesten Sinnbilder. Er reicht zurück auf die Erzählung vom Baum des Paradieses und auf den Baumkult der Germanen. Er ist der Baum der Erkenntnis, der Spender ewigen Lebens. Seit ältesten Zeiten wird er abgebildet auf Felsritzungen, Tempeln, Vasen, Stoffen und Tapeten." (Irmgard Gierl, Die schönsten Stickmuster aus alter Zeit, Teil I, S. 70)

 

 

 


Barocke Borten
Alpenländische Borten
Schweizer Borten

 

Preis jeweils:
Vorlage:  18,50 Euro
Packung: 59,50 Euro

 

Inhalt der Packung:

- Leinen: weiß, 16-fädig
- Seidengarn rot*)
  Soie d'Alger - Au ver à soie
- Nadel
- Anleitung

Kreuze: 276 x 280
Größe: 35 x 35,5 cm (16er Leinen)

 

*)  Farbabweichung zwischen Abbildung
     und Originalmaterial möglich

 

standardmäßig:
_Leinen: weiß, 16-fädig, Seidengarn rot

Wahlweise auch erhältlich in:
_Leinen: ungebleicht, 16-fädig, Seidengarn  crème

bitte im Kommentarfeld die genaue Kombination von Leinen und Seidenfarbe angeben

 

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 © Ute Scheer 2006