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Vor allem in der Schweiz, in Österreich und in Süddeutschland
wurden üppige, große, oft flächig angelegte
Borten gestickt, die nicht nur zum Verzieren der Kleidung
dienten, sondern jegliche Alltagswäsche wie Tischdecken
etc. verschönerten. Die meisten der Borten auf diesem
Tuch stammen aus Graubünden. Irmgard Gierl beschreibt
die Stickkunst dieser Gegenden mit treffenden Worten: "Die
Kreuzstichtechnik, eine dekorative Flächenkunst, begünstigt
das Festhalten an altertümlichen Formen. Darüber
hinaus entspricht sie dem Wesen der Volkskunst, die keine
Naturtreue verlangt, alle organischen Formen stilisiert, aus
den gleichen Motiven immer neue Zusammenstellungen ersinnt,
ständig variierend und doch von größter Stetigkeit
des Formempfindens...Dazu kommt der Verzicht auf Buntheit,
und die Würde und Gelassenheit einer einzigen Farbe,
ein feierliches Rot in dieser Gegend, ein ernsteres Blau in
jener, obwohl keines dieser Muster einer einzigen Farbe verpflichtet
ist. Immer ist aber die Harmonie von Stickgrund, Muster und
Farbe von bestrickendem Reiz" (vgl. Irmgard Gierl: Die
schönsten Stickmuster aus alter Zeit, Tei II, S. 2931)
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Die Stickpackung für dieses Stickmustertuch ist sowohl
in rot als auch in grau erhältlich!
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