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In der Biedermeierzeit erlangten die Stickmustertücher
eine neue Funktion. Sie dienten um diese Zeit nicht mehr der
Tradierung von Mustern, die im Alltag zum Zeichnen und Verzieren
von Wäsche benötigt wurden, sondern wurden gerahmt
an die Wand gehängt, um Zeugnis vom Fleiß der Stickerin
abzulegen.
Die Tücher sind nun naturalistischer. Symbolisch Ornamente
und stilisierte Pflanzen werden abgelöst von flächigen
Blüten. Die Motivvielfalt schließt das Mystische
aus und ist leicht zu deuten. Landschaftliche Stimmungen,
Blütenfüllhörner und Blütenkränze
als Botschaften des Glücks, der Freundschaft und der
Liebe wurden unzählige Male gestickt.
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